Beverly Berlin fragt sich ob sie nachhaltig lebt

Lebe ich ein nachhaltiges Leben?

Nicht ausschließlich!

Und ich denke, dass dies auch nicht so schlimm ist. Wir alle sind in einen Alltag eingebunden, der uns meist nicht viele Möglichkeiten für einen Zero-Waste-Lifestyle lässt. In unserer Gesellschaft ist das auch sehr schwierig, die Menschen, die das schaffen, haben meist auch ihr Leben und ihren Alltag diesem Thema gewidmet und verdienen ihr Geld damit.

Für mich geht es bei einem grünen Leben nicht darum, 100 % perfekt zu sein, sondern einfach nur so gut wie möglich. Es ist besser, ein bisschen was zu tun, als gar nicht erst damit anzufangen. Wenn man sich mit den (vermeintlich perfekten) Vorreitern auf Social Media vergleicht, ist das zum Scheitern verurteilt und frustrierend. Ich kann euch versichern, dass nur sehr wenige von uns in der Lage sind, ein 100 % abfallfreies bzw. grünes Leben zu führen. Für die meisten von uns ist es im Alltag einfach nicht möglich.

Ein paar kleine Dinge können wir aber ganz leicht in unserem Leben umstellen und das hat dann bereits einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt. Ich habe ein paar Beispiele zusammengetragen, mit denen fast jeder anfangen kann, ohne seinen Alltag komplett umkrempeln zu müssen.

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Jute statt Plastik

Der Slogan meiner Jugend! Plastiktüten sind blöd und in vielen Situationen auch unnütz, du musst nur vorbereitet sein. Es gibt viele schöne Alternativen aus Stoff, selbst wenn es nur die mit dem Supermarktlogo ist.

Du kannst dir aber auch schnell einen Beutel selbst machen. Ganz ohne Nähen aus einem alten T-Shirt.  Hier geht es zur Upcycling-Anleitung.

Re-use, recycle oder upcycle

Deine leeren Verpackungen, wie Gurken- oder Marmeladengläser, sind ein wunderbarer Ersatz für die kaputte Tupperware. Du kannst deine neuen Mehrwegverpackungen sogar zum Einfrieren nutzen. Die Plastikverpackungen müssen auch nicht alle im Müll landen, es gibt viele tolle Ideen, wie du sie wiederverwerten kannst. Hier findest du ein paar Anregungen.
Gläser anstelle von Tupperware zum aufbewahren

Ab sofort nur noch unverpackt!

Obst und Gemüse gibt es ab sofort nur noch unverpackt! Im Supermarkt ist fast alles an Obst und Gemüse auch lose erhältlich. Besser noch, es gibt bestimmt auch einen Wochenmarkt in deiner Nähe, das hat sogar zwei Vorteile: Unverpackt (natürlich hast du deinen Baumwollbeutel dabei) und regional.

Unverpacktes Obst Nachhaltig einkaufen
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Die eigene Wasserflasche!

Einwegwasserflaschen sollten der Vergangenheit angehören. Kaufe entweder Mehrwegglasflaschen oder besser noch: Trinke Leitungswasser und besorge dir eine Trinkflasche. Leitungswasser ist in Deutschland sehr gut kontrolliert und dazu auch noch wesentlicher günstiger als in Flaschen gekauftes Wasser. Du kannst deine eigene Trinkflasche auch an vielen Stellen in Deutschland kostenlos auffüllen. Refill Deutschland macht das möglich.
Plastikflaschenmüll am Strand

Laufen, Fahrrad fahren
oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Das ist immer die bessere Alternative zum Auto. Alles, was du mit diesen drei Fortbewegungsarten erledigen kannst, schont die Umwelt. Und mindestens zwei davon tun auch noch Körper und Seele gut. Wenn dann das Auto doch mal notwendig ist, nutze es gleich für mehrere Besorgungen auf einmal. Das schont nicht nur dein Auto, sondern auch die Umwelt.

Frau wartet auf S-Bahn, nutzt öffentliche Verkehrsmittel
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Genießen – aber richtig

Und zwar beim Fleischkonsum. Wir müssen jetzt nicht alle Vegetarier oder sogar Veganer werden, aber ein bisschen weniger Fleisch tut uns allen gut. Dein Körper und die Natur werden es dir danken.

Vegetarisches Essen und auf Fleisch verzichten
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Leihen statt besitzen!

Es gibt viele Dinge, die wir nur einmal kurz brauchen. Oft macht es gar keinen Sinn, diese gleich zu kaufen. Werkzeuge sind da ein gutes Beispiel. Der Hammer gehört schon in jeden Haushalt, aber die Bohrmaschine oder den Dampfstrahler kannst du dir leihen. Es gibt Nachbarschaftsinitiativen, die sich gut dafür eignen und auch Baumärkte bieten Leihwerkzeuge an.

Leihen statt kaufen
Recyceltes Toilettenpapier

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn nichts ist so unnütz wie Klopapier aus frisch gefällten Bäumen. Im Gegensatz zu vielen anderen Papierarten, kann Toilettenpapier nicht recycelt werden. Es kann aber wunderbar aus Altpapier hergestellt werden und macht trotzdem unseren Hintern sauber. Keine Angst, recyceltes Toilettenpapier gibt es genauso zart und flauschig wie nicht recyceltes.

Opas Stofftaschentücher
feiern ein Comeback!

Schön wäre es! Aber leider ist das nicht so, obwohl es sehr sinnvoll wäre. Uns läuft doch zwischendurch mal die Nase, zumindest mir geht das so, zum Beispiel wenn ich von draußen irgendwo reinkomme. Genau dafür finde ich sie sehr nützlich. Ihr könnt sie waschen und dann wieder benutzen. Bei einer fetten Erkältung würde ich aber auch zum Papiertaschentuch greifen.

Stofftaschentücher
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Kein Plastikbesteck
beim Lieferservice

Zu faul zum Kochen? Zum Glück gibt es Alternativen. Der Lieferdienst von deinem Lieblingslokal bringt dir dein Essen nach Hause. Ihr könnt bei eurer Bestellung für zu Hause aber auf das Plastikbesteck verzichten, da ihr ja bestimmt Besteck habt. Einfach beim Lieferservice Bescheid geben und einen kleinen umweltschonenden Beitrag leisten. Vielleicht achtet Ihr auch mal drauf, welche Restaurants umweltschonendere Verpackungen anbieten und bevorzugt diese – oder gebt eurem Lieblingsthai mal den Tipp, dass ihr das toll fändet.

Plastikbesetck
Second hand kaufen

Nicht alles, was ihr an Kleidung besitzen wollt, muss immer nagelneu sein. Es kann doch auch mal einen Vorbesitzer gehabt haben, denn das schont die Umwelt ungemein. Die Modeindustrie ist nach der Fleischindustrie einer der größten Umweltverschmutzer der Welt. Mittlerweile gibt es viele großartige Secondhandshops, auch online. Tauschplattformen oder Upcycling-Labels sind auch eine gute Alternative. Schaut doch mal in unserem Shop vorbei. Trotzdem lieber was Neues? Dann aber vielleicht nachhaltig und fair produziert.

Second Hand kaufen
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Brauche ich das wirklich?

Wir haben von allem viel zu viel, ob es nun um Kleidung, Essen oder sonst was geht. Mangel herrscht meist nicht in unseren Schränken oder auf unseren Hüften. Vor jedem Kauf sollte die Frage stehen: Brauche ich das wirklich?

Beverly Berlin fragt sich ob sie nachhaltig lebt
LANGSAM ANFANGEN –
aber haltet es machbar

Das ist wohl der wichtigste Punkt von allen. Wie ich am Anfang schon sagte, geht es gar nicht darum, dass wir jetzt alle den Zero-Waste-Lifestyle wählen, sondern wenn wir alle ein paar Dinge ändern, ist doch schon viel getan. Natürlich: je mehr, desto besser! Es ist aber ganz wichtig, dies mit Spaß und Lust an der Sache zu machen, denn nur so bleiben wir konsequent dabei. Eins nach dem anderen umstellen, so gehts ohne Frust.

Langsam anfangen
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Habt ein wundervolles Leben und gönnt es auch denen, die nach uns auf diesem Planeten leben wollen. Natürlich ist diese Liste erweiterbar und das wird sie bestimmt auch.

Wenn ihr noch weitere Ideen für ein nachhaltigeres Leben habt oder einfach nur eure Meinung hinterlassen wollt, freue ich mich sehr über euer Feedback.

Gerne an: hallo@beverly-berlin.com

Eure Beverly Berlin

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